Wenn Kraftstoff das Schmieröl verändert
Im Alltag vieler Werkstätten zeigt sich ein wachsendes Problem: Ölverdünnung. Dabei gelangt unverbrannter Kraftstoff in den Ölkreislauf und senkt die Viskosität des Motoröls. Der Schmierfilm wird dünner, Lagerstellen verlieren Schutz und der Motor verschleißt schneller. Besonders betroffen sind Hybridfahrzeuge und Euro-7-Motoren, da sie häufig unter Bedingungen laufen, die eine vollständige Verdampfung von Kraftstoffrückständen verhindern.
Durch den Trend zu niedrigen Abgastemperaturen, kurzen Fahrzyklen und häufigem Start‑Stopp‑Betrieb steigt das Risiko weiter. Ölalterung, Reibung und Additivabbau folgen schleichend. Ein Thema, das Werkstätten zunehmend beschäftigt.
Warum Kurzstrecken Ölverdünnung fördern
Bei jedem Kaltstart bleibt ein Teil des eingespritzten Kraftstoffs an der Zylinderwand haften. Wird der Motor nicht vollständig warm, gelangt dieser Kraftstoff über die Kolbenringe in das Öl. Besonders kritisch ist der Kurzstreckenbetrieb, bei dem die Öltemperatur selten über 90 Grad steigt, der ideale Bereich, um leichte Kraftstoffanteile zu verdampfen.
Typische Ursachen im Werkstattalltag:
• Kaltstarts bei niedrigen Außentemperaturen
• häufiges Stop‑and‑Go‑Fahren
• unvollständige Regeneration von Partikelfiltern
• lange Standzeiten bei kaltem Motor
• zu lange Ölwechselintervalle im Hybridbetrieb
Schon ab einem Kraftstoffanteil von rund 5 Prozent verschlechtern sich Schmiereigenschaften deutlich. Das Öl verliert Stabilität, der Verschleiß nimmt zu.
Warum Hybridfahrzeuge besonders betroffen sind
Hybride kombinieren einen Verbrennungs‑ mit einem Elektromotor, der im Stadtverkehr oft die Hauptarbeit übernimmt. Der Verbrenner läuft meist nur kurz, etwa zur Batterieladung oder bei Leistungsanforderung. Diese kurzen Laufphasen genügen nicht, um das Öl auf Betriebstemperatur zu bringen.
Zusätzlich arbeiten moderne Euro-7-Motoren mit mageren Gemischen und niedrigen Brennraumtemperaturen. Das reduziert Emissionen, aber auch die Verdampfung des Kraftstoffs im Öl. In Kombination mit Start‑Stopp‑Systemen führt das zu schrittweisem Kraftstoffeintrag. Ein Teufelskreis aus kalten Phasen und Ölverdünnung.
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Anzeichen |
Technische Auswirkung |
Empfohlene Maßnahme |
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Ölstand steigt an |
Kraftstoff im Öl senkt Viskosität |
Ölprobe oder Ölwechsel durchführen |
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Motoröl riecht nach Benzin oder Diesel |
Unverbrannter Kraftstoff im Öl |
Sichtkontrolle, Diagnose |
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Unruhiger Motorlauf |
Verminderte Schmierung |
Ölstand prüfen, Kunden informieren |
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Frühzeitige Ölwechselwarnung |
System erkennt Ölalterung |
Intervall verkürzen |
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Leistungsverlust |
Geringerer Öldruck, Additivabbau |
Ölqualität prüfen, Wechsel empfehlen |
So beugen Werkstätten effektiv vor
Eine gezielte Wartung hilft, Ölverdünnung zu vermeiden.
Besonders in City‑ bzw. Flottenbetrieb gilt:
• Ölstand regelmäßig prüfen, besonders bei Hybriden
• Ölwechselintervalle verkürzen bei häufigen Kaltstarts
• Hochwertige Motoröle mit stabiler Viskosität einsetzen
• Gelegentliche Langstreckenfahrten empfehlen
• Steuergeräte regelmäßig auf Softwareupdates prüfen
Fazit
Ölverdünnung ist längst kein seltenes Phänomen mehr. Kurzstreckenbetrieb, Stop‑and‑Go‑Fahren und Hybridtechnologien verschieben den Motorbetrieb, der Schutzfilm des Öls leidet. Mit regelmäßigem Ölservice und hochwertigen Schmierstoffen wie dem EUROLUB ECO DXS 0W-20 bleiben Motoren in Form, Kunden zufrieden und Fahrzeuge zuverlässig auf der Straße.
Ob in Werkstätten, Flotten oder der Industrie, überall wo Bewegung zählt, zählt EUROLUB.
Efficiency in Fluids, weil Qualität fließt.